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Fitness Sechs Tipps mit Augenzwinkern

So können Hobby-Sportler ihre Liebsten in der Adventszeit nerven

Joggingrunde im Schnee? Natürlich machen Sie das – und erzählen es allen, die es nicht wissen wollen Joggingrunde im Schnee? Natürlich machen Sie das – und erzählen es allen, die es nicht wissen wollen
Joggingrunde im Schnee? Natürlich machen Sie das – und erzählen es allen, die es nicht wissen wollen
Quelle: Getty Images/Jordan Siemens
Ihre sportlichen Erfolge kommen im Familientrubel in der Weihnachtszeit zu kurz, finden Sie? Wenn Sie Jogger sind, hat unsere Kolumnistin nicht ganz ernst gemeinte Tipps für Sie, wie Sie ihr gekränktes Ego aufpolieren können.

Advent ist die Zeit der Nächstenliebe, der Achtsamkeit. Zeit des Vergebens – und Angebens. Sie sind kürzlich einen Marathon gelaufen, vielleicht den ersten – oder 20.? Ihre übermenschliche Leistung wurde von Freunden, der Familie und Kollegen komplett ignoriert, obwohl Sie sich jahrelang deren schnarchlangweilige Geschichten vom Golfen, Angeln oder Nordic Walking anhören mussten? Nutzen Sie die hochprozentige, aber sinnentleerte Zeit für ein gründliches Großreinemachen. Sechs Tipps, um Ihr soziales Umfeld weiter einzuschränken.

1. Limitless: Schauen Sie die Dokuserie „Limitless“ an, in der Chris Hemsworth die Grenzen des menschlichen Körpers austestet. Verinnerlichen Sie alles. Sagen Sie das Austern-Buffet zu Silvester ab, hacken Sie ein Loch in einen zugefrorenen See und springen Sie hinein. Sie sind unsterblich.

2. Medaille: Tragen Sie das Ding zu jeder Gelegenheit. Beim Kundenfest, beim Adventskonzert der Tochter, beim Scheidungsanwalt. Ignorieren Sie die ungläubige Frage Ihres Psychotherapeuten, ob Sie den Marathon wirklich gewonnen haben. Verraten Sie niemandem, dass jeder, der über die Zielgerade humpelt, eine Medaille erhält.

3. Weisheiten: Als selbst ernannter Botschafter, Sportmediziner und Philosoph füllen Sie die Leere mit kontemplativen Plattitüden aus: Das Leben, die Ehe, Karriere ist ein Marathon, kein Sprint. Oder: In 42 Kilometern erfahren Sie alles, was Sie je über sich wissen wollten.

4. Jargon: Zitieren und paraphrasieren Sie Pseudowissenschaftliches aus „Limitless“, am besten mit Hemsworths australischem Akzent. Versprechen Sie Ihrem faulen Bruder Langlebigkeit und behaupten Sie, dass das Alzheimer-Gen ApoE4 auch in Ihrer Familie grassiert. Bleiben Sie dabei todernst. Nutzen Sie den Käseigel für dramatische Exkurse in die Gastroenterologie.

5. Zahlen: Untermauern Sie Ihre Behauptungen mit Zahlen, Daten und Statistiken. Kalorien, Distanz, Windstärke, Temperatur und immer wieder Geschwindigkeit. Schmücken Sie Ihre Milchmädchenrechnungen in schillernden Farben mit Szenen aus dem Film „Thor“ mit Chris Hemsworth aus.

6. Gehen Sie früh nach Hause, um noch eine Schlummerrunde um den Block zu drehen. Wenn Sie das Kissen Ihrer Ex umarmen, visualisieren Sie Sie-wissen-schon-wen und hören sich zum Einschlummern zum 100. Mal seinen 51-Sekunden-Motivations-Clip auf YouTube an.

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Eva Munz schreibt alle drei Wochen in der „WELT AM SONNTAG“ über das Laufen.

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